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Großer Büchereiflohmarkt

Autorenporträt

Anja Jonuleit

Neu im Bestand:

"Das Nachtfräuleinspiel"

Weitere Titel der Autorin:

"Der andere Tod" , "Rabenfrauen"

"Der Apfelsammler"

Anja Jonuleit: "Rabenfrauen"

Atemberaubend und packend

"Rabenfrauen" erzählt die Geschichte der Freundinnen Ruth und Christa, die sich Ende der 50er Jahre beide in den attraktiven jungen Erich verlieben. Christa heiratet ihn und verlässt Deutschland, um mit Erich und einer Gruppe Gleichgesinnter rund um den charismatischen Paul Schäfer in Chile eine freichristliche Gemeinde aufzubauen, die Colonia Dignidad.

Ruth findet ein neues Glück, lebt ein erfülltes Leben mit Mann und Tochter Anne. Alle Versuche, mit ihrer alten Freundin Kontakt aufzunehmen, scheitern. Erst Jahrzehnte später bietet sich die Chance, doch noch etwas über Christa und ihr Schicksal zu erfahren, und sie begibt sich zusammen mit ihrer Tochter auf die Reise nach Chile. 

Es ist eine fiktive Geschichte über Freundschaft, Liebe und ein großes Geheimnis, abwechselnd aus der Sicht von Ruth, Christa und Anne erzählt, lebendig, emotional und packend geschrieben, und es ist eine gute Geschichte. Was sie aber so ganz besonders macht, ist ihr geschichtlicher Hintergrund; die Fakten über die Colonia Dignidad und ihre unvorstellbar grausamen Methoden sind real und nur äußerst schwer fassbar. Doch mögliche Ursachen, sich von einer solchen Gemeinschaft angezogen zu fühlen, Beweggründe, eigentlich Unzumutbares hinzunehmen, und die ganz konkrete Unmöglichkeit, diese Sekte zu verlassen, werden plausibel und nachvollziehbar dargestellt. Das macht das Buch zu einer absolut atemberaubenden und bewegenden Lektüre.

Sehr empfehlenswert auch das Hörbuch, gelesen von drei starken Frauenstimmen, die für lebhafte Bilder im Kopf sorgen. / Petra Suchan

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